Stile und Richtungen klassischer und zeitgenössischer Kunst

Kunstentwicklung

Impressionismus

1872. Claude Monet. Edgar Degas. Camille Pissarro.

Impressionismus. Künstler dieser Stilrichtung versuchten momentane Eindrücke festzuhalten. Der Impressionismus entstand in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Überragende Vertreter der Kunstrichtung sind Claude Monet, Auguste Renoir, Alfred Sisley, Paul Cézanne und viele andere. Sie malten das Alltagsleben der Stadt, Unterhaltungen. Das Landschaftsgemälde war typisches Motiv für Impressionisten, jedoch berührten sie auch andere Themen. Edgar Degas stellte z.B. Ballerinen und Pferderennen dar. Renoir malte Frauen und Kinder. Die Bilder von Impressionisten scheinen etwas unklar zu sein. Sie erzielten diesen Effekt mit besonderen Verfahren des Farbenauftragens auf eine Leinwand.

Avantgarde

1900er. Pablo Picasso. Giacomo Balla. Henri Matisse.

Avantgarde bezeichnet experimentale, modernistische Ansätze in der Kunst. Der Begriff Avantgarde behauptete sich erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit entstanden solche Richtungen wie Fauvismus, Kubismus, Futurismus, Expressionismus. In den 20er und 30er Jahren entsteht auch der Surrealismus, der ebenfalls zur Avantgarde gehört. In den 60er und 70er Jahren entstehen neue Arten von Abstrakter Kunst. Zu nennen sind hier Fotorealismus, Pop-Art, Konzeptkunst. In allen Avantgarderichtungen lassen sich Gemeinsamkeiten ausmachen: Verweigerung von Normen der klassischen Darstellung, formelle Neuheit, Verformung von Formen, Expression. Dies alles führt zur Verwischung der Grenzlinie zwischen Kunst und Realität (Ready-made, Installation, Environment). Der Dialog zwischen Künstler und Betrachter und die Wechselwirkung des Menschen mit dem Bild sind sehr wichtig für Avantgarde Kunst. Die zeitgenössische Avantgarde-Richtungen verflechten sich tief, indem sie neue Formen von synthetischer Kunst bilden.

Abstrakte Kunst

1910. Wassily Kandinsky. František Kupka. Piet Mondrian.

Abstraktion ist eines der Hauptdenkverfahren. Sein Ergebnis ist die Gestaltung von Meinungen. In der bildenden Kunst ist die Abstraktion eine Stilisierung von natürlichen Formen. In der bildenden Kunst ist die Abstraktion immer anwesend. In seinem extremen Ausdruck führt sie zur abstrakten Kunst. Diese ist eine besondere Richtung in der Malerei des 20. Jahrhunderts. Für diese Richtung sind einige Merkmale kennzeichnend: Verweigerung von Darstellung der realen Objekte, äußerste Verallgemeinerung oder völlige Formverweigerung, gegenstandslose Kompositionen (aus Linien, Punkten, Flecken), Farbenexperimente, spontaner Ausdruck der Künstlerinnenwelt in chaotischen Formen (abstrakter Expressionismus).

Surrealismus

1920er. Salvador Dalí. Frida Kahlo. Hans Arp.

Surrealismus entstand im 20. Jahrhundert in Frankreich und wurde bald zur internationalen Richtung. Surrealisten waren der Meinung, dass schöpferische Kraft vom Bewusstsein ausgeht und sich im Traum, in der Hypnose und in automatischen Handlungen zeigt. Im Unterschied zu Abstraktionisten verweigern Surrealisten nicht die Darstellung real existierender Gegenstände, sie stellen aber diese Objekte im Chaos dar. Die Sinnleere, die Verweigerung der vernünftigen Realitätswiderspiegelung sind Hauptprinzipien der surrealistischen Kunst. Surrealismus beruhte auf scheinbarer Reproduziergenauigkeit der irrealen Gestalt, die im Bewusstsein entsteht. Die Gemälde von Surrealisten zeichnen sich durch sorgfältige Ausführungsweise, genaue Übergabe des Helldunkels und der Perspektive aus. Dies ist auch kennzeichnend für akademische Kunst. Zugleich fließen feste Gegenstände auseinander, derbe Gegenstände werden durchsichtig, Objekte rollen sich: all das schafft eine Gestalt, die nicht real im Leben ist.

Fotorealismus (Hyperrealismus)

1960er. Ralph Goings. Chuck Close. Richard Estes

Die Kunstmaler dieser Richtung imitierten das Foto mit bildenden Mitteln auf der Leinwand. Sie haben die Welt der modernen Stadt widergespiegelt: Geschäftsschaufenster, U-Bahn-Stationen und Ampeln, Gebäude und Menschen in der Straße. Oberflächen, die Licht reflektieren, spielen dabei eine große Rolle: Glas, Plastik. Das Spiel der Spiegelungen auf den Oberflächen erweckt den Eindruck gegenseitiger Durchdringung von Räumen. Das Ziel von Hyperrealisten war es die Welt überrealistisch darzustellen. Dafür verwendeten sie mechanische Verfahren der Fotoduplizierung und der mehrfachen Vergrößerung, so dass die große Leinwand ausbildet. Die Farben wurden in der Regel mit der Spritzpistole gesprüht um alle Besonderheiten des Fotos beizubehalten.

Pop Art

1950er. Andy Warhol. Roy Lichtenstein. David Hockney.

Die Richtung in der Kunst Westeuropas und der Vereinigten Staaten seit den 50er Jahren. Junge Leute waren bereit das ganze bisherige Kulturerbe rauszuschmeißen. Das fand seinen Niederschlag in der Kunst. Die Blütezeit dieser Richtung fällt auf die 60er Jahre. Ein charakteristisches Merkmal für Pop Art ist Kombination von Gleichgültigkeit und Herausforderung. Die Werbung hat einen großen Einfluss auf die Pop-Art ausgeübt.

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